Chronik M 21
Chronik des Kaninchenzuchtverein
Wismar und Umgegend M21
# 14.Juni 1909 wurde im Mecklenburger Hof der Kaninchenzucht-
verein für Wismar und Umgegend gegründet.
Gründungsmitglieder waren 8 Züchter und als 1.Vorsitzender
wurde Herr Thümler gewählt.
# 5.Dezember 1910 wurden die ersten Lehrbücher „Der Kaninchen-
züchter“ in Leipzig bestellt.
# 12.Juni 1911 eine Abrechnung zur Ausstellung,
Einnahmen: 51,10M
Ausgaben : Annoncen 4,30M
Plakate 7.10M
Preisrichter 15.40M
Arbeitsmann 2.00M
Bier 1.60M
# 16.November 1911 Außerordentliche General Versammlung
1.Vors.legt sein Amt nieder und es wird der Zfrd.
Lebermann gewählt.
# 3. Juni1912 Die Mitglieder wählen wieder Zfrd. Thümler
zum1.Vorsitzenden.
# 10.Februar 1913 Der Gründungsvorsitzende Zfrd.F.G.Thümler
verstirbt,neuer Vorsitzender wird Zfrd. Otto Koch.
# 14.Januar 1915 Zu dieser Zeit hat der Verein 19 Mitglieder.
#25.April 1917 Ein Antrag des Vorstandes,den Güstrower-
Verband beizutreten wird angenommen. Aus der Vereins-
kasse werden die Kosten bezahlt.
# 17.Mai 1917 Ausstellung:
* Die Bewachung während der Ausstellung soll der Wach u.
Schließgesellschaft übertragen werden.
* Eine dreimalige zugkräftige Anonze im Mecklenburger
Tageblatt und Mecklenburger Warte wird bewilligt.
* Eine Einladung an die Kreisbehörde wird schriftlich
laut Beschluß,fertiggestellt.
* Von den verkauften Tieren auf der Ausstellung,fließen 10%
der Vereinskasse zu.
* Als Preise wurden 60.M bewilligt.
# 26. August 1917 Verbandsversammlung des Zentalen Ver-
bandes Mecklenburgische Kaninchenzuchtvereine in
Güstrow.Insgesamt sind dem Verband jetzt 22 Vereine
angeschlossen.
# 10.Dezember 1917 endet das 1. Vereinsbuch.
# 6.Januar 1918 wurde der Verbandstag desZentralen-
Verband mecklenburgischer Kaninchenzucht-Vereine,Sitz Güstrow mit 14 Vereine durchgeführt.
· zu dieser Zeit wurde die Kaninchenzucht ein wichtiger
Zweig der Wirtschaft.
· Finanznot und Hungersnot.
· Landesausstellung sind abwechselnd in Mecklenburg-Schwerin sowie in Mecklenburg-Strelitz durchzuführen.
# 31.Dez. 1918 waren 70 Mitglieder im R.Z.V.
eingeschrieben.
# 12.Juli 1920 waren es nur noch 33 Mitglieder.
# 01.Mai 1922 es wurde der Beitrag ¼ jährlich auf 6.-Mark
und das Eintrittsgeld auf 3.-Mark festgeschrieben.
# 10.Sept.1922 wurde eine Stallschaukommission gewählt.
# 14. Jan.1923 zur Generalversammlung waren 61 Mitglieder
anwesend.
# 06.März 1925 auf der Versammlung im Schützenhaus
wurde ein Gerätewart gewählt.
# 08.Jan. 1926 waren 40 Mitglieder im R.Z.V. eingeschrieben
und es wurde zu Werbezwecken- Kaninchenessen durchgef.
# 08.April 1933 endet das 2.Vereisbuch.
Alle Versammlungen wurden ausschließlich in Gasthäuser
abgehalten: Restaurant „Zur Insel“
„Schützenhaus“
„Wassertor“
„Mecklenburger Hof“
„Lindenhof“
Hotel „Zur Sonne“
# 02.September 1930 wurde im Restaurant „Wassertor“ von
5 Züchter ein neuer K.Z.V. gegründet.Dieser zweite K.Z.V.
in Wismar nannte sich „Gut Zucht“
# 13.Mai 1933 auf der außerordentlichen Hauptversammlung
im Schützenhaus wurden die beiden Vereine zusammenge-
schlossen und es wurde ein gesamter Vorstand gewählt.
44 Mitglieder schlossen sich zusammen zum „Vereinigter
K.Z.V. M21 Wismar und Umgegend.
Der alte Verein war angeschlossen am R.D.K. Verband,
hatte aber mit diesen Streitigkeiten,so das sich der neue
Verein den B.D.K. Verband anschloß.
# 13.Februar 1937 auf dieser Monatsversammlung wurde Paul
Schmidt,Dargetzow im Verein aufgenommen.Zfrd. Paul
Schmidt war bis zu seinem Tod einer der aktivsten Mitgl.
in unserem Verein und wohl auch einer der längsten
und treusten Mitglieder .
# 11.September 1942 endet das 3. Vereinsbuch.
# 1.10.1946 nach 4 Jahre ohne Aufzeichnungen wahrschein-
lich auch kein Vereinsleben gibt es wieder Aktivitäten.
* Im Landschaftsamt in der Rostocker Str. wurde einer neuer
Vorstand gewählt.1.Vorsitzender wird Zfrd. Timm und die
Aufgabe des Zuchwart’s übernimmt Zfrd. Paul Schmidt.
* Der Mitgliederbestand betrug zu diesem Zeitpunkt 92
Zfrd. 50 Züchter wurden ausgeschlossen, aus Gründen
wie Beitragsrückstände und Vereinsdisziplin.
# 6.Januar 1948 Paul Schmidt wird 2.Vorsitzender.Zu
diesem Zeitpunkt wurden von 50 Züchter 1000 Tiere
im Jahr gezüchtet.
# 3.Januar 1950 es werden nur noch Jungtiere tätowiert,
wenn beide Elterntiere tätowiert sind.
# 6.März 1950 Paul Schmidt wird zum 1. Vorsitzenden
gewählt.Zu dieser Zeit beträgt das Standgeld :
Alttier 1-,DM,Ehrenpreise werden bar ausgezahlt-
8-,DM und 1.Preis 5-,DM.
# 14.Mai 1953 Zusammenschluss der Kleintierzüchter
und Kleingärtner zum „Verband der Kleingärtner,
Siedler und Kleintierzüchter.Spartenleiter wird
Zfrd. Paul Schmidt.
# 21.August 1954 Ausstellung und Beteiligung im Rahmen
der 725-Jahrfeier der Stadt Wismar.
# 12.Juni 1955 zur Zeit sind 46 Mitglieder im Verein.
· Monatsbeitrag beträgt 0,75 DM
· es werden auf jeder Versammlung- Tierbesprechungen durchreführt
· Mixomatose- Seuche tritt auch in Wismar verstärkt auf
· neuer Versammlungsort –„Weißer Stein“
· es wird ein Fellfachwart gewählt
· M21 nimmt teil an der DDR–Siegerschau in Dresden
# 22.Mai 1957 ein neuer Standart trifft in Kraft
ab 96 Punkte – v; 93-95 – sg; 89-92 – g; 85-88 – b;
unter 85 Punkte n.b.
# 03.Februar 1959 Herr Egon Machholder wird als Mitglied
aufgenommen.
# 20. August 1959 im „Weißen Stein“findet das Jubiläums-
fest 50 Jahre K.Z.V. Wismar statt.
# 14 Juli 1961 die Mixomatose – Seuche herrscht in Wismar
und Umgebung.
# 07.11.1961 endet das 4. Vereinsbuch
ab hier gibt es leider für die nächsten Jahre keine
Aufzeichnungen mehr.
# 1961 bis zum Anfang der 80’iger Jahre waren im Kanin-
chenzuchtverein um die ca. 30 Züchter eingeschrieben.
# 1979 nahm der KZV am Festumzug zur 750 Jahrfeier
Wismar teil und der Verein führte hierzu eine größere
Ausstellung durch.
# 1986 (?) bis zu diesem Zeitpunkt war der Zuchtfreund
Paul Schmidt 1. Vorsitzender des KZV Wismar.
Zu dieser Zeit war Paul Schmidt schon 75 Jahre
alt und züchtete seine Lieblingsrasse „Deutsche-
Widder“bis mit über 90 Jahre weiter.Er war den
Verein als Ehrenmitglied bis zu seinem Tod treu.
Wir werden Ihn in ewiger Erinnerung behalten.
# 1986 (?) Zfrd.Hannemann wird zum 1. Vors.gewählt.
# 1987 Ende der 80’iger Jahre war der Mitgliederbestand
so hoch, um die 80 Mitglieder,das sich auch aus
diesem Grunde neue Vereine im Umkreis von Wismar
gründeten,Bad Kleinen,Poel und Neukloster.
# 1988 zu dieser Zeit finden in der Regel jedes Jahr eine Jung
tierschau im Spartenheim Flöterweg und eine Alttier-
schau am „Weißen Stein“ statt.
Mit dem Abliefern der Kaninchen konnte man gutes
Geld verdienen ca: 50 M. deswegen der hohe Zulauf
an Mitglieder.
# 1990 zu Wende hieß der KV kurzfristig „An der Ostsee“.
Durch die 18 Mitglieder wurden Kontakte zu einen
Lübecker KV hergestellt.
# 1993 Die Mitgliederzahl ist auf ein Tiefpunkt.(12 Mitgl.)
Das Interesse für die Kaninchenzucht findet in der
Bevölkerung immer weniger Ansehen.
Der Kaninchenzuchtverein bekommt ein neues Spart-
tenheim in der Dahlmannstraße von der Stadt zur
Verfügung gestellt.
# 1995 Zfrd. Erich Ketzki wird zum neuen Vors. gewählt.
Der Verein beschließt,das dieser kein„Eingeschriebener Verein“ mehr ist und der Name „An der Ostsee e.V.“
wird wieder abgelegt.
Zu dieser Zeit wird es immer schwieriger ein aktives
Vereinleben zuerhalten.Mitglieder werden immer
weniger und älter (Umzug – Arbeitsbedingt) .Die
Jugendarbeit für den Nachwuchs gestaltet sich sehr
schwierig.
#2002 Ein neuer Kreisverband wird gegründet – „Nordwest-
westmecklenburg“.Ihm gehören die Vereine,Greves-
mühlen,Wismar Schönberg und Bad Kleinen an.
Ab 2005 gehört auch der Verein Schlagsdorf dazu.
# 2003 Die Vereinsarbeit gestaltet sich schwierig,der Vor-
stand und die Mitglieder sind sich nicht mehr einig,
sodass laufend die Vorstände wechseln.
# 2007 Ein neuer Vorstand wird gewählt,mit den Versprechen
für die Zukunft ein erfolgreiches Vereinsleben zuge-
stalten.
Seid dieser Zeit ist der Kaninchenzuchtverein in seiner
Vereinsarbeit stetig aktiver geworden und das Vereins-
leben gestaltet sich wieder positiv.Der Vorstand mit
seinen Vorsitzenden Zfrd. Norbert Romeiks erfüllen
die anliegenden Aufgaben nicht nur im Verein,sondern
arbeiten auch wieder aktiver mit den Kreisverband
zusammen.
Ein Jahrhundert – Kaninchenzuchtverein M21 Wismar, zeugt von der Attraktivität des Vereines und dem großen
Engagement seiner Mitglieder ,wenn es gelingt ,den Verein
über 100 Jahre hinweg erfolgreich zu erhalten.
Ein Jahrhundert,das nicht nur friedliche Zeiten,sondern auch Zeiten der Not, der Kriege und der Diktatur erlebt hat.
Insbesondere die schlimmen Zeiten während der Weltkriege.
Es ist also keine Selbstverständlichkeit,dass wir heute den 100.Geburtstag des Kaninchenzuchtvereins Wismar feiern.
Umso mehr ist es Anlass zur Freude,dass wir heute zusammen-
gekommen sind,um dieses Jubiläum gemeinsam zu begehen.
Der Gedanke des Umwelt-,Natur- und Tierschutzes ist für uns
alle bei der Ausübung des Hobbys eine Selbstverständlichkeit.
Die sachgemäße Unterbringung und Pflege der Kaninchen ist oberstes Gebot, denn nur Tiere, die so gehalten werden, können
sich prächtig entwickeln und dem Züchter Freude bereiten.
Unter dem Motto:
Freizeit lebendig gestalten:
Rassekaninchenzucht,ein Hobby mit Herz und Verstand!
Leider ist in den letzten Jahren zubeobachten,das die Mit-
gliederanzahl nicht nur bei uns im Verein rückläufig sind.
Dieses hat verschiedene Gründe, einerseits der Platz für die
Unterbringung der Tiere (Stall,Futter),die zusätzliche
finanziellen Ausgaben (Tiere,Ausstellungen,Futter),die Zeit
für das Hobby sowie die vielen anderen attraktiven
„Hobbyangebote“insbesondere für Kinder und Jugendliche.
Hier müssen wir noch sehr viele Anstrengungen unternehmen um für unseren Verein junge Züchter zu interessieren.
Wir werden auch in Zukunft die züchterischen Bestrebungen im Vordergrund unserer Arbeit legen um mit unserer Kaninchenzucht alle Normen und Standards zu erreichen.
Im Sinne und im Interesse der Gründung des Kaninchenzuchtverein
vor 100 Jahren sind wir bestrebt dieses fortzusetzen um für die
Zukunft für weitere Generationen dieses schöne Hobby zuerhalten.
Im Juli Anno 2009
Rassekaninchenzuchtverein
M 21 Wismar
Wismar
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